Sie haben Ihr Ziel erreicht!

Von Chemnitz aus ging es Richtung Wechselburg, über Geithain und Kitzscher, am Störmthaler und Markkleeberger See entlang – nach Hause.

Die letzten drei Wandertage waren heiß, schwül und anstrengend. Es kam eine Gewitterfront und wir mussten am vorletzten Tag nochmal die Regenklamotte rauskramen. Natürlich stieg langsam die Vorfreude, aber es läuft sich schwerer, wenn der Geist schon die Freunde und Familie umarmt, der Körper aber noch bei 28°C in der prallen Sonne durchs Getreidefeld watschelt. Doch mit Musik oder einem Podkast auf dem Ohren, geht es schon viel besser.

Dann war er da – der letzte Wandertag. Noch 30 km bis nach Hause. Die Abendplanung stand.

Über 2500 km liegen hinter uns. Freude, Faszination, Armut, Vertrautheit, Schmerzen, Euphorie, Überforderung, Neugier, Genervtheit, Zerstörung, Wiederaufbau, Einsamkeit, Zusammenhalt, Ehrgeiz, Sturheit, Liebe, Stolz…so viele Emotionen und Eindrücke, wir haben alles erlebt und nichts bereut.

Die letzten Kilometer waren wie 20 Kilo extra im Rucksack, die langsam abfielen. Wir baten unsere Freunde und Familie (die es einrichten konnten), uns auf der Bornaischen Str. entgegen zu kommen und die letzten km bis zum Connewitzer Kreuz gemeinsam mit uns zu laufen. Danke! Ihr seid großartig! Es war so ein herzlicher Empfang, der besser nicht hätte sein können. Ihr habt uns auf der Reise begleitet und sie mit uns beendet. Am Abend ging es dann, wie geplant, zum Kickern. Leipzig hat uns wieder!

Kilometerstand: 2525 km

Ankunft: 13.06.2019

Nächstes Ziel: ungewiss, aber die nächsten Abenteuer kommen sicher, trotz Rückkehr auf Arbeit und ins „normale“ Leben

Auch danke an all die fleißigen Blog-Leser. Auch wenn diese Reise vorbei ist, wird der Blog nicht enden.

Bleiben Sie dran… 🙂

Chemnitz

Weiter weiter bis zur Grenze. Unser letzter Campingspot auf tschechischer Seite war mitten im Wald, an einem kleinen See und mit überdachtem Picknicktisch..ziemlich perfekt. Wir sind früh ins Bett gegangen, denn die feiernden Pfingsurlauber vom Vorabend hatten uns einiges an Schlaf und Nerven geraubt. Auch die Wettervorhersage sah prima aus. Also schmiedeten wir einen Plan – früh aufstehen, frühstücken, einpacken und dann einen Spitzentag von 50 km hinlegen. Durchmarschieren bis Chemnitz und die Familie überraschen. Gesagt getan. Mit regelmäßigen Pausen und genug Wasser im Gepäck vergingen die Kilometer. Ab km 30 wurde es langsam anstrengend..aber hey! nur noch 20 km..dachten wir zumindest. Die 50 km Marke kam in Sichtweite und unsere Zeitangabe stimmte auch. Es gab nur ein Problem..wir waren noch nicht in Chemnitz. Also weiter mit langsam schmerzenden Füßen. Aber so kurz vor dem Ziel wird nicht aufgegeben. Nach geschlagenen 60 km und mit fast einer Stunde Verspätung kamen wir in Chemnitz an. Man war das ein tolles Gefühl! Alle lagen sich in den Armen und wir wurden mit Fragen gelöchert und haben einige Geschichten erzählt. Highlight: super leckeres Essen, Mate und eine Dusche. 😀

Den nächsten Tag haben wir als Pausentag genutzt. Alex und seine Familie haben uns verwöhnt und den Abend haben wir gemütlich mit Jörg (Jos Bruder), Dani und Lotta verbracht. Das war so schön! Das fühlte sich schon sehr nach Zieleinlauf und zu Hause an. Doch drei Tage sind es noch bis zur Haustür und die Freude steigt.

Pilsen bis Kadaň

Die Zeit fliegt! Das Wetter in der letzten Woche war nicht wirklich anders als bei euch..super heiß. Wir waren vernünftig und haben unsere Tagesetappen etwas runtergepegelt, auf ca. 25 km am Tag, und viel Wasser getrunken.

In Pilsen war ein großes Metalfestival in Gange. Entsprechend voll war unser Campingplatz. Aber wir haben nette Bekanntschaften gemacht und auch ein bier ausgegeben bekommen. Weiter ging es Richtung Jesenice. Die weiten Felder sehen so schön aus! Überall blüht der Mohn und andere bunte Blumen am Wegesrand. Viel spannendere Dinge, als schwitzen und den gelegentlichen Schatten genießen, sind aber nicht passiert.

Gestern gab es dann ein lang erhofftes Gewitter mit einer Stunde Regen. Es ist jetzt sehr viel angenehmer. Wir sind auf einem Campingplatz in der Nähe von Kadaň und machen einen Pausentag. Ein Mittagsschläfchen ist eine schöne Abwechslung und auch das etwas regelmäßigere Klamotten Durchwaschen ist angebracht. Es gab natürlich auch etwas leckeres zu Essen..Knödel mit Spinat.

Morgen geht es weiter. Der tatsächliche Endspurt. Noch etwa 150 km. Wir machen nochmal halt in Chemnitz und dann sind wir in einer Woche zu Hause. Wow! Die Gedanken sind schon viel bei den Dingen, die wir dann zu Hause noch vor haben. Doch wir genießen die letzten Kilometer und lassen alles andere auf uns zukommen. 🙂

Euch allen ein schönes Pfingstwochenende und für einige..wir sehen uns nächstes Wochenende. Wir freuen uns jetzt schon auf den Kickertisch. 😀

Tschechien, Land Nr. 9 – die ersten Tag

Deutschland war ja nur ein kurzer Abstecher. Wir sind schneller als wir gucken konnten über die nächste Landesgrenze gestürmt. Tschechien. Hier kommt uns vieles angenehm bekannt vor, denn wir sind vor zwei (oder drei) Jahren bereits durch den Böhmerwald gewandert. Es ist schön die dichten Tannenwälder und grünen Lichtungen wiederzusehen.

Ein weiterer Vorteil: die Preise! Wir laufen am ersten Tag direkt bis Zadov und quartieren uns in einem Hotel ein. Wohlverdient nach sparsamen zwei Wochen ausschließlich im Zelt. Wir lieben unser kleines tragbares zu Hause, aber gegen ein warmes Bett und ein Badezimmer on Suite habe ich dann doch nichts…vor allen Dingen bei Regen. Es gibt leckeres Essen und natürlich tschechisches Bier. Einen Pausentag legen wir auch ein, denn das Wetter ist unschön und Zeit haben wir ja sowieso.

Morgen geht es nach einem reichhaltigen Frühstück weiter Richtung Sušice.

Kilometerstand: 2145 km

Ankunft zu Hause in ca. zwei Wochen.

Deutschland, Land Nr. 8

Wir durchlaufen nur die unterste Ecke von Bayern. Auf auf nach Waldkirchen. Doch liegt ein Paket mit einigen schönen Dingen für uns. Neue Schuhe für Jo, ein Regenrock, ein neues Kissen und eine Sonnenbrille für Lilly und ein paar Süßigkeiten für den kleinen Hunger. Danke Mama! 🙂

Auf den Bildern ist auch gut erkennbar, was mit unseren Schuhen passiert. Die Sohle ist irgendwann schlichtweg durchgelaufen. Etwas, das wir durch häufigen Schuhwechsel und vergleichsweise wenig laufen zu Hause gar nicht mitbekommen. Doch die Lebensdauer unserer Schuhe hier ist wohl normal. Eine Sohle hält im Schnitt 500-800 km. Diese Angabe können wir ziemlich genau bestätigen. Also dann..das paar Nummer vier wird uns nun bis nach Hause tragen.

Es sind noch ca. 450 km. Gar nicht mehr so weit! 🙂

Wir gehen weiter nach Mauth. Diesen Ort kennen wir noch von unserer Böhmerwald/Bayrischer Wald Reise. Wir gehen wieder ins selbe Restaurant und es gibt Spinatknödel. Sie schmecken immernoch so lecker, wie beim letzten Besuch.

Gezeltet wird im Wald mit einem tollen Ausblick auf die einsame Lichtungen am nächsten Morgen.

Nächstes Ziel: Grenze zu Tschechien

Die letzten Tage in Österreich

Unser Weg Richtung Kirchdorf verlief auf einem neuen Radweg. Auf dem Weg wurden wir zum Kaffee eingeladen, haben uns ganz toll unterhalten und Jo hat Oldtimer Traktoren und ein Motorsägenset bestaunt. Nach fast zwei Stunden haben wir uns losgerissen und trafen ein paar Kilometer weiter eine Gruppe namens ‚Naturfreunde‘. Auch sie feierten, denn an diesem Tag wurde der Radweg eröffnet. Wir haben ein Bier bekommen und uns abermals gut unterhalten. Diesmal viel über Politik. Einen Tag zuvor hatte sich die Regierung in Österreich aufgelöst und alles war etwas durcheinander. Zwischendrin.. Wahlwerbung für die Europawahl alle 10 Meter. Wir haben an einem Bootshaus gecampt und sind im Regenwetter am nächsten Tag weiter. Kirchdorf war ein unspektakulärer Einkaufsstop.


Dann ging es weiter und am Abend hatten wir wieder viel Glück. Es wurde spät und wir entschlossen uns nach einem Stück Wiese zu fragen. Es war eine sehr nette Familie mit vier Mädels. Sie haben uns zum Abendessen eingeladen, wir durften duschen und haben hinter dem Haus gezeltet. Natürlich haben wir uns auch gut unterhalten und die Mädchen hatten gute Fragen. Es ist immerwieder interessant zu sehen, wie sich die Fragen von Kindern zu denen der Erwachsenen unterscheiden. Jo wurde zum Beispiel gefragt, ob er den Bart am Anfang der Reise rasiert hatte und er jetzt die ganze Zeit wächst. Die Antwort: ja! Eine gute Frage und das erste Mal, dass sie gestellt wurde. 🙂 Schön, so viel Gastfreundschaft zu erfahren. Danke!

Weiter ging’s nach Wels – ein weiterer Einkaufsstop. Wir haben neben einer Bahnlinie das Zelt aufgeschlagen. Sagen wir es Mal so..wir hatten schon ruhigere Nächte. Irgendwann wurde dann auch endlich das Wetter besser und das hat uns zu Höchstleistungen gebracht. Wir sind 40 km bis zur Donau gelaufen. Das ist ein ziemlich voller Fluss! Wir haben auf einem Campingplatz in Schlögen genächtigt und am nächsten Morgen ging es mit der Fähre auf die andere Seite. Auf dem Donauradweg sind wir in herrlichem Sonnenschein nach Deutschland gelaufen. Die Grenze war unscheinbar.


Nächster Halt: Waldkirchen, Paket von Mama abholen – juhu!

Schneesturm am Tauern und Pyhrn

Wir mussten unsere Route durch Österreich den Wetterbedingungen anpassen und gehen etwas weiter im Landesinneren über die Alpen, denn überall liegt noch Schnee. Dort sind die Berge zwar nicht sehr viel weniger hoch, die Gebirgspässe allerdings schon. Und so schlagen wir den Weg ein – über Pöls Richtung Tauern. Kurz vor dem Pass übernachten wir im Kirchenwirt in St. Johann am Tauern. Es ist Schnee angesagt und der kommt auch, wie versprochen. Durchgenässt, aber zum Glück nicht ganz so durchgefroren wie gedacht, kommen wir am Kirchenwirt an. Im Fernsehen wird berichtet: der kälteste Mai seit 40 Jahren und morgen ist der kälteste Tag vom kleinen Wintereinbruch. Na toll. Prima Zeitpunkt um über den Berg zu gehen. Wir nehmens mit Humor und ziehen alles an, was wir dabei haben. Das reicht zum Glück auch aus und wir kommen gut und warm auf der anderen Seite, in Trieben, an. Dort gibt’s erstmal eine Pizza.

Wir übernachten kurz hinter der Stadt auf einer Wiese hinter einem Transportunternehmen. Die LKWs tuckern los. Bei uns klingelt um 7 der Wecker und zum Glück wird das Wetter endlich besser. Zwar noch bewölkt, aber kein Regen mehr. Wir gehen weiter nach Liezen und dann über den Pyhrnpass nach Spital am Pyhrn. Die übliche Prozedur – leckeres Mittagessen vor dem Supermarkt in der Sonne. Und weiter geht’s. Wir merken, dass wir seit gut zwei Wochen keinen Pausentag mehr gemacht haben und das Mal wieder nötig wäre. Und wie es immer so ist auf dieser Reise – alles was wir brauchen wird uns auf seltsame Art auf dem Silbertablett serviert. Denn einen Kilometer nach unserer Entscheidung für eine Pause, kommt ein wunderhübscher kleiner Campingplatz mit WLAN und allem Schnickschnack, den wir uns wünschen. Super! Die Betreiberin kommt ursprünglich aus Hamburg und hat den Platz mit ihrem Partner vor 2 Jahren gekauft und komplett saniert. Uns gefällt es hier in Phyrn Priel. Wir genießen einen Tag frei bei herrlichem Wetter, einem tollen Blick auf die Berge, frisch gewaschener Wäsche und einer warmen Dusche. Morgen geht es weiter.

Grobe Richtung: Kirchdorf an der Krems und dann Wels

Kilometerstand: 1875 km

Villach und die ersten Tage in Österreich

So ihr Lieben, hier sind wir endlich wieder. Nach 40 km (unser erster 40 km Tag! Yeah) sind wir in Villach angekommen. Als erstes ging es ins Sportgeschäft, denn ich habe entschieden, dass die leichten neuen Schuhe mir leider etwas zu wenig Grip und Halt für die Alpen bieten. Ich habe jetzt Jos Schuhmodel nur ein paar Nummern kleiner. Ein Traum für den Lauf im Gelände!

Vor der Sparkasse stand ein Kickertisch. Das haben wir natürlich auch genutzt. Danach ging es auf den Campingplatz. Die nächsten Tage waren wettertechnisch durchwachsen, aber die Tendenz ging leider eher Richtung Regen. Wir haben das beste draus gemacht und sind häufig mit wenig Pausen durch das kühle Nass gelaufen.

An einem Abend, wir hatten schon eine Stunde erfolglose Nachtlagersuche hinter uns, haben wir dann an einem Bauernhof gefragt. Wir wurden auf dem Gössinger Hof (Milchhof) herzlich begrüßt und bekamen erstmal einen Kaffee. Balsam für die Seele! Unser zelt haben wir auf der Wiese mit einem tollen Blick durchs Tal aufgestellt. Am nächsten Morgen gab es noch ein unerwartetes tolles Frühstück. Danke für die Gastfreundschaft!

Unsere Mittagspausen machen wir hier in der Regel an Supermärkten. Menü: fertiger Salat in verschiedenen Variationen, nen Apfel, Brötchen mit Aufstrich und Käse, Kaffee und was Süßes zum Abschluss. Wenn wir Glück haben gibt es auch Mal einen Dönerladen, aber für alles andere sind wir zu geizig. Die Preise in Österreich sind uns einfach ein wenig zu überzogen für das, was es gibt.

Doch ab und zu gönnen wir uns natürlich trotzdem etwas. Und so gab es an der Brauerei vom lokalen Hirter Bier Käsespätzle und Gulaschsuppe und natürlich..ein gutes Bier.

Wir fanden dann auch zunehmend Plätze für das Zelt. Die Rechtslage ist mehr oder minder klar. Wildcampen ist in ganz Österreich verboten, für eine Nacht biwakieren allerdings in Ordnung. Um auf der sicheren Seite zu sein, fragen wir nun regelmäßig Bauern nach einem Stück Wiese. So stehen wir legal und trotzdem kostenlos.

Kranj, Bled und Triglav Nationalpark

Und es regnet und regnet und regnet. Wir kommen an einem kleinen Hostel an und bleiben noch einen Tag, denn in Laufrichtung soll es an diesem Tag schneien. Nein danke! Im selben Haus gibt es ein Restaurant. Der Chef findet unsere Geschichte toll und gibt uns erstmal ein Bier aus. Die Pizza schmeckt auch super. Am Abend gibt stelle ich fest..ich hab ne Zecke. Beim Entfernen bleibt das Beißwerkzeug in der Haut stecken. Na toll, dezente Panikattacke, aber wir belesen uns und beschließen..viel können wir eh nicht machen. Allerspätestens zu Hause, werden wir eine Bluttest zur Sicherheit machen lassen. Jo hatte inzwischen schon 4 oder 5 Zecken. Aber uns geht’s gut und wir sind über jegliche Symptome von FSME und Borreliose informiert.

Weiter geht’s im Wind und Regen nach Bled. Man ist das ungemütlich. 35 km später kommen wir im Hostel an. Bei solch einem Wetter verwöhnen wir uns, vor allen Dingen, weil das Hostel sogar ein wenig günstiger ist als der Campingplatz.

Unsere einzige Zimmernachbarin im Dorm stellt sich als sehr interessante Personen heraus. Sie heißt Ewa, kommt aus Polen und reist bereits seit fast 6 Jahren mit ihrem Fahrrad um die Welt. Das ist keine Reise, es ist ihr Leben. Wir erfahren viele interessante Dinge und freuen uns, immerwieder Menschen mit solch spannenden Lebensgeschichten zu treffen.

Es gibt ein leckeres Omlet zum Frühstück und dann geht’s weiter in den Triglav Nationalpark. Bei unserem Kurzurlaub haben wir schon ein bisschen von der Gegend gesehen. Die schneebedeckten Berge sind beeindruckend und wunderschön. Nach, Mal wieder, 35 km kommen wir am Campingplatz Špik an und gucken direkt auf den Triglav. Wow! Das ist definitiv der Campingplatz mit der besten Aussicht.

Nächstes Ziel: über die Grenze nach Österreich (Villach)

Ljubljana und ein Kurzurlaub

Endlich ist es in Sicht! Das Ortsschild ‚Ljubljana‘. Am Nachmittag fing es wieder an zu regnen, doch meine Stimmung kann nichts trüben, denn heute ist es soweit: ich kaufe neue Schuhe! Das vierte Paar auf dieser Reise. Wir sprinten in die Stadt. Noch eine halbe Stunde bis Ladenschluss und die nächsten zwei Tage haben alle Läden geschlossen (Tag der Arbeit ist hier ein doppelter Feiertag). Wir schaffen es und ich finde ein paar sehr leichte und atmungsaktive Schuhe von Mammut. Goretex ist bei uns nicht gern gesehen, denn wenn es regnet werden die Schuhe eh pitschnass und so ist es wichtiger, dass sie schnell wieder trocken. Natürlich ist gute Ventilation beim Laufen generell wichtig..mehr Luft = trockenere Socken/Füße = weniger Gefahr für Blasenbildung. Ob diese Art von Schuh für eine Alpenüberquerung ausreichend Halt gibt, werde ich herausfinden.

Nächstes Ziel ist das Zeppelin Hostel. Wir laden unsere Sachen ab und gehen einkaufen und Abendessen. Es gibt Burritos..man ist das lecker!

Da wir ja nun in einer mittelgroßen, jungen Stadt sind, stellt sich uns eine wichtige Frage: gibt es hier irgendwo einen Kickertisch? Und angeblich gibt es den. Wir spazieren durch die Dunkelheit zu einem Ort namens Metelkova. Wir fühlen uns wie in Connewitz. So schön! Wir stolpern in ein Konzert einer weiblichen NuMetal Band aus Kroatien (ziemlich cool!) und warten bis das Merchandising vom Kickertisch geräumt ist. Dann geht’s los und es wird spät. An diesem Abend lernen wir Marja kennen. Sie studiert und war auch schon 3 Monate in Leipzig. Zufälle gibt’s! Sie lädt uns in das Ferienapartment ihrer Familie ein. Und so geht’s am nächsten Tag (etwas verkatert) in die Berge. Ihre Freunde sind super nett und alle verstehen sich prima. Was für ein schöner Kurzurlaub! Am nächsten Tag geht’s zurück Richtung Ljubljana. Wir lassen und kurz vor der Stadt an einem Campingplatz absetzten und dann geht’s weiter wie gewohnt..im Regen, aber mit Elan und wieder tollen neuen Erlebnissen im Gepäck. 🙂